Startseite
  Archiv
  sanat
  Gästebuch
  Kontakt

http://myblog.de/kukinta

Gratis bloggen bei
myblog.de





tyhjä

Das ausgekotzte Wissen, mühsam in den Kopf geprügelt, nur um es dann literarisch möglichst wertvoll zu erbrechen. Die Leere, die sich einstellt, jedes Mal aufs Neue, nach der Erleichterung, ist nicht leicht auszuhalten. Den Kopf noch im Lernrhythmus sitze ich hier und frage mich: was tun mit der Zeit? Kein Latein, kein Finnisch, keine Sprachwissenschaft. Hallo? was soll ich denn jetzt tun?
Diese Zeit, bis ich wieder angekommen bin in der Normalität ist verwirrt, immer, irgendwie neben mir stehend. Noch nicht realisiert, dass ich den Tag tatsächlich mit einem Buch im Bett verbringen darf. Es gäbe viel zu tun und auf nichts habe ich Lust. vielleicht muss ich erstmal liegen, vor mich hin starren, schlafen und mich wundern, wie unterschiedlich sich das Leben anfühlt manchmal. Bevor ich es genießen kann, nicht um acht in der Uni sein zu müssen, ohne 200 Seiten Lektüre im Hinterkopf, ohne Termindruck. Und dann...ist es schon fast wieder vorbei...

Vielleicht heißt Ferien auch das Recht zu haben, an einem Samstag abend um neun ins Bett zu gehen. Ganz spießig. Wie hat mir mein Schlaf gefehlt.. 

17.2.07 20:27


kaivata

Draußen bläst der Wind. Stürmt. Tobt. Rauscht in den kahlen Baumwipfeln. Und weckt Sehnsucht in mir, ewig brennendes Fernweh. Ich möchte am Meer stehen, jetzt, mich in den Wind lehnen, Salz schmecken, widersinnig die Haare wieder und wieder aus dem Gesicht streichen. Ich möchte die Wellen sehen, Wellen, die sich brechen, die sich auftürmen, bedrohlich lärmend, von weißer Gischt gekrönt. Ich möchte Möwen schreien hören. Atmen. Das Gesicht in den Wind halten, so dass aller Atem aus den Lungen weicht. Innehalten. Leben. Einen Moment. Klein werden in der Gewalt der Natur. Unbedeutend werden und mich verlieren.
Greifbar, die Sehnsucht. Körper schreit. Fort...Natur sein, allein sein. Wieder ankommen. Ruhe werden, Selbst werden.

In die Weite... 

 

18.1.07 18:35


muistaa

Schon gestern abend dachte ich an dich. An soviele Jahre, die du nicht mehr bist. Neun werden es, dieses Jahr. Wenn sich dein Tod wieder jährt. Wie jedes Jahr bin ich an Silvester durch die Straßen gelaufen, habe ein wenig geweint, mit dir gesprochen. Dir von meinem Jahr erzählt. Es macht mich traurig, wann immer ich daran denke, was du nicht erleben darfst. Manchmal, was du nicht erleben musst. Aber vor allem darfst. Durftest. Elf Jahre sind kein Alter zum Sterben. Du hättest noch viel sehen sollen. Erleben sollen. Wer weiß, wie dein Leben verlaufen wäre? Wärst du glücklich, heute? Was hättest du erlebt? Wer weiß das schon? Aber ich male es mir gerne aus.

Ein wenig bist du für mich ein Symbol geworden und manchmal schäme ich mich, dich in dieser Form instrumentalisiert zu haben. Du bist ein Mahnmal, eine Erinnerung an die Kostbarkeit, atmen zu dürfen. Weinen zu können. Zu leben. Freude zu spüren. Und du bist immer die Erinnerung für mich an Verzweiflung, an Sterben-Wollen. Schon damals war einer meiner ersten Gedanken "warum konnte ich nicht an ihrer Stelle sein?" und gleichzeitig war mir der Gedanke so peinlich, denn du hattest nicht die Wahl und alle litten so sehr um dich. Und doch kehrten meine Gedanken oft dahin zurück, ob du nicht mehr hättest anfangen können mit deinem Leben als ich mit diesem hier. Wer vermag es zu beurteilen? Ich nicht, du nicht. Es ist so müßig. Aber jede Erinnerung an dich heißt Erinnerung an meinen Schmerz und die Lebensüberdrüssigkeit eines pubertären Welterlebens.

Heute lächle ich, dankbar für mein Leben. Dafür, leben zu dürfen. Zu kosten, zu schmecken von den Gefühlen. Ich möchte es nicht hergeben. Immer ein wenig begleitet von der Trauer, dass du es nicht kannst. Und ich wünsche so sehr, es wäre anders. Unerfüllbar.

Manchmal gucke ich hoch, in den Sternenhimmel. Und wünsche mir einen Himmel für dich, einen Ort, an dem du leben kannst. An dem du all das erleben darfst, was dir hier nicht möglich war. Und wo du auf deine Lieben wartest. Und ihr euch eines Tages wieder halten dürft. Ich glaube daran. Für dich. Ich glaube an deinen Platz, dort in den Sternen. Kannst du uns sehen von dort?

 

16.1.07 22:22


rakastaa

Nichts mehr wünsche ich mir, als das Schwingen deiner Seele fühlen, dein Lächeln sehen, ertrinken in deinem Blick. ich möchte dich anfassen, jeden Zentimeter Haut spüren, atmen. Ich möchte deinen Duft riechen, dich einbrennen in mich. Ich will mich auflösen in dir, vergehen in meinen Sinnen, im Riechen, Schmecken, Fühlen. Deine Stimme soll, muss klingen in meinem Ohr. Dein Lachen schmiegt sich an mich, bedeckt mich, so warm. Ich will dich küssen, deine Lippen schmecken. Deinen Atem fühlen auf meiner Haut, deine Hände.

Lass mich dich halten. Und halte mich. Lass mich dich lieben. Und liebe mich. Lebe mit mir. Lach mit mir. Weine mit mir. Sei mit mir.

Mach mich ganz.

 

 

 

 

 

 

9.1.07 22:02





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung